Häufige Fragen
Ein Mietmodell wirft andere Fragen auf als ein Kauf. Hier stehen die, die zuerst kommen — mit den Antworten, die auch im Vertrag stehen.
Vertrag und Kosten
Was passiert, wenn ich nicht zahle?
Der Laden bleibt offen. Bis 14 Tage passiert nichts, danach ein Hinweis im Backend — nur für Administratoren. Ab 31 Tagen gibt es keine neuen Versionen mehr, ab 61 Tagen können wir kündigen. Was in keiner Stufe passiert: Bestellannahme aussetzen, Kasse sperren, Daten zurückhalten. Es gibt keinen Schalter dafür, auch nicht bei uns.
Und Sicherheitsupdates?
Die bleiben in jeder Stufe verfügbar, auch bei Zahlungsverzug.
Bekomme ich in der kostenlosen Stufe weniger Funktionen?
Nein — Sie bekommen weniger Bausteine. Die Einstiegsstufe umfasst einen Baustein Ihrer Wahl, und der ist vollständig: keine gesperrten Bereiche, keine Grenze bei Artikeln oder Benutzern. Pflichten wie Barrierefreiheit, Preisangaben und GoBD-feste Belege lassen sich nicht hinter eine Bezahlschranke legen; das hieße, der kleine Händler dürfte gegen das Gesetz verstoßen, bis er zahlt. Ab Klein kommen die übrigen drei Bausteine dazu, neue Versionen, Erweiterungen — und Ansprüche: Ein zahlender Kunde kann verlangen, dass ein Fehler behoben wird, ein kostenloser kann ihn melden.
Kostet ein Testsystem extra?
Nein. Eine Lizenz deckt eine produktive Installation und beliebig viele nicht-produktive — Test, Vorschau, Schulung, Entwicklung. Wer drei Umgebungen betreibt, zahlt einmal.
Was ist eine produktive Installation?
Eine, die dem laufenden Geschäft dient: Bestellungen annehmen, Belege ausgeben, buchen. Nicht die Domain entscheidet und nicht der Server, sondern was das System tut.
Wie lange bin ich gebunden?
Bei monatlicher Abrechnung einen Monat, bei jährlicher ein Jahr. Gekündigt wird mit einem Monat Frist. Erhöhen wir den Preis, können Sie zum Zeitpunkt der Erhöhung kündigen.
Woher wissen Sie, wie viele Aufträge ich habe?
Ihre Installation meldet es — einmal am Tag, eine Zahl je Monat. Mehr geht nicht über die Leitung: kein Betrag, kein Artikel, kein Kunde, kein einzelner Vorgang. Was genau übertragen wird, steht aufgezählt und abschließend in § 10a der Nutzungsbedingungen, und eine Meldung mit weiteren Angaben nehmen wir nicht an, sondern weisen sie zurück. Denselben Stand sehen Sie in Ihrem Kundencenter, bevor er auf einer Rechnung steht. Sie können die Meldung abstellen — dann erklären Sie Ihre Stufe einmal im Jahr selbst, und die Software läuft davon völlig unberührt weiter.
Was, wenn ich unterjährig wachse?
Dann zahlen Sie für die Aufträge über Ihrer Stufe nach — bei Klein 19,6 Cent je Auftrag, und je höher die Stufe, desto weniger. Hochgestuft werden Sie deswegen nicht: Das entscheiden Sie selbst, im Kundencenter. Dort steht auch die Zahl, ab der ein Wechsel günstiger wäre als die Mehrmenge; bei Klein ab 506 Aufträgen im Monat. Ein starker Dezember kostet Sie also einmal etwas mehr und nicht ein Jahr lang eine Stufe.
Was die Software nach außen meldet
Telefoniert die Software nach Hause?
Nur wenn Sie es einschalten — ausgeliefert ist es aus. Und dann wird eine Liste geladen und auf Ihrem Server verglichen. Über Ihren Betrieb geht dabei nichts hinaus: keine Adresse, kein Name, nicht einmal Ihre Version.
Und die Lizenzprüfung?
Die überträgt fünf Angaben: Lizenzschlüssel, eine zufällige Kennung der Installation, das Produkt, die Version und ob die Installation produktiv ist. Sonst nichts — keine Domain, keine Bestellzahlen, keine Umsätze, keine Daten Ihrer Kunden. Alle fünf stehen im Vertrag und im Kundencenter.
Was, wenn Ihr Server ausfällt?
Dann gilt das zuletzt gespeicherte Ergebnis unbefristet weiter. Eine Störung bei uns ist unser Problem und darf Ihres nicht werden. Geprüft wird ohnehin nur einmal am Tag, nicht bei jedem Aufruf.
Läuft das System ohne Internet?
Ja. Das gespeicherte Prüfergebnis gilt 30 Tage, danach folgen 30 Tage mit Hinweis. Eine Installation, die vier Wochen ohne Verbindung steht, merkt nichts.
Betrieb und Daten
Wo laufen meine Daten?
Wo Sie wollen. Auf Ihrem Server bekommen wir sie nicht zu sehen — außer Sie bitten uns um Fernwartung, und dafür gibt es einen eigenen Vertrag zur Auftragsverarbeitung. Mieten Sie eine Maschine bei uns, liegen sie auf unseren Servern in Deutschland; ausgewertet werden sie auch dann nicht, und nach dem Auftragsverarbeitungsvertrag dürfen wir es nicht.
Können Sie das System auch für mich betreiben?
Wir stellen die Maschine bereit — verantwortlich für den Betrieb bleiben Sie. Ab Stufe Klein ist sie im Preis enthalten, eingerichtet, gesichert und mit Zertifikat; nur in der kostenlosen Einstiegsstufe kostet sie 29 € im Monat. Wer Betreuung möchte, bucht Stunden dazu; das ist ehrlicher, als sie in einem Serverpreis zu verstecken.
Was machen Sie auf meiner Maschine, ohne mich zu fragen?
Drei Dinge. Sicherheitsupdates spielen wir ein, weil ein gekapertes System auf unserem Netz jedem anderen darauf schadet. Gesichert wird täglich. Und wir dürfen eine Instanz vom Netz nehmen, wenn sie andere gefährdet — nie wegen einer Rechnung, nur bei Gefahr für Dritte. Wann eine fachliche Version eingespielt wird, entscheiden Sie.
Kann ich später umziehen?
Jederzeit, in beide Richtungen. Ihre Domain bleibt bei Ihnen, der Export ist immer verfügbar, und die Lizenz hängt an der Installation und nicht am Ort. Auch bei offener Rechnung ist der Umzug auf Ihren eigenen Server möglich.
Bekomme ich den Quelltext?
Er liegt bei. Ändern für den eigenen Betrieb ist erlaubt; an geänderten Stellen entfällt die Update-Garantie. Weitergeben dürfen Sie ihn nicht.
Was passiert am Vertragsende mit meiner Installation?
Technisch nichts. Wir machen nichts unzugänglich und verhindern nichts. Rechtlich endet das Nutzungsrecht — Sie deinstallieren die Software. Sicherungen mit aufbewahrungspflichtigen Unterlagen dürfen Sie behalten und dafür auch wieder in Betrieb nehmen.
Komme ich an meine Daten heran?
Ja, und das steht auch im Vertrag: Ausfuhr der Stammdaten und Belege in gängigen Formaten. Ein Mietmodell ohne Ausfuhr wäre eine Falle.
Was welcher Baustein macht
Welches System führt welche Daten?
red.WaWi führt Artikel, Preise, Partner und Bestände. red.Shop führt davon nur den URL-Pfad und die Sichtbarkeit im Kanal — alles andere kommt aus der Warenwirtschaft und ist im Shop sichtbar gesperrt. red.POS bekommt Artikel und Bruttopreise als eigener Kanal. red.WMS spiegelt die Artikel unter derselben Kennung und bucht selbst keinen Bestand: Der entsteht in der Warenwirtschaft, sonst gäbe es zwei Wahrheiten über dieselbe Ware.
Kann ich einen Baustein einzeln einsetzen?
Ja. Jeder Baustein läuft für sich; red.Shop und red.POS können an eine fremde Warenwirtschaft angebunden werden, und red.WaWi funktioniert ohne Shop und ohne Kasse. Der gemeinsame Artikelstamm ist ein Vorteil, keine Voraussetzung.
Welche Zahlungs- und Versandarten bringt der Shop mit?
Im Kern Vorkasse und Rechnung. Weitere Zahlungsarten sind Erweiterungen — dort gehören sie hin: Ein Zahlungsdienst ändert seine Schnittstelle, und das darf keine neue Version des Shops erfordern. Versandarten legen Sie selbst an, mit eigenen Preisen und Steuerbehandlung.
Wie rechnet der Shop Preise für Geschäftskunden?
Über die Kundengruppe. Sie entscheidet, ob netto oder brutto ausgewiesen wird, und sie trägt Staffelpreise und kundenspezifische Preise. Derselbe Artikel zeigt dem Gast den Bruttopreis mit „inkl. MwSt.“ und dem angemeldeten Händler seinen Nettopreis mit „zzgl. MwSt.“.
Kasse und Lager
Wie ist die TSE angebunden?
Über eine Schnittstelle, hinter der eine zertifizierte TSE steht. In der Entwicklungsumgebung läuft eine Simulation, die in der Oberfläche deutlich als solche gekennzeichnet ist. Ohne eingerichtete TSE verweigert die Kasse den Verkauf, statt unsignierte Bons zu erzeugen — das ist die sichere Richtung.
Was passiert, wenn die Leitung ausfällt?
Die Kasse verkauft weiter. red.POS ist lokal-first gebaut: Verkaufen, kassieren und Bon drucken laufen auf dem Gerät, und was in der Zeit entsteht, geht nach, sobald die Verbindung wieder da ist. Auch gehostet bleibt der Laden offen.
Welche Kassenhardware wird unterstützt?
Das steht noch nicht fest. red.POS läuft im Browser auf einem Touchgerät, und der Bon ist auf 80 mm ausgelegt. Welche Drucker, Scanner und Zahlungsterminals geprüft sind, sagen wir, wenn wir sie geprüft haben — vorher wäre es geraten.
Was kann red.WMS heute?
red.WMS ist zurückgestellt und hat keinen Auslieferungstermin. Für Wareneingang, Kommissionierung, Packtisch und Etikettendruck stehen bereits Funktionen in red.WaWi zur Verfügung.
Umstieg und Einführung
Wie läuft eine Datenübernahme ab?
Über Import und Schnittstelle, nicht über einen Knopf. Artikel, Partner und offene Posten lassen sich einlesen; Belege der Vergangenheit werden in aller Regel nicht übernommen, sondern im Altsystem lesbar gehalten — eine übernommene Rechnung ist keine Rechnung mehr, sondern eine Kopie ohne Festschreibung.
Welche Hilfe gibt es bei Einrichtung und Schulung?
Die leisten Agenturen, nicht wir. Sie vereinbaren Leistungsumfang, Preise und Reaktionszeiten direkt mit Ihrer Agentur; wir mischen uns da nicht ein. Ein Unterstützungskontingent bei uns gibt es zusätzlich, es ersetzt die Betreuung aber nicht.
Kann ich das vorher ausprobieren?
Ja — eine Testinstanz ist vierzehn Tage kostenlos, ohne Vertrag und ohne Zahlungsdaten, und einmal verlängerbar. Die Frist läuft ab Ihrer Anfrage, nicht ab dem Aufsetzen: Unsere Langsamkeit gehört nicht auf Ihre Testzeit.
Zum Stand
Kann ich das heute einsetzen?
Nein. red.Shop steht bei 0.9.0, red.WaWi bei 0.1.0 — beide sind nicht veröffentlicht. red.POS ist in Entwicklung, red.WMS ist zurückgestellt. Was veröffentlicht ist, steht unter „Versionen“; was dort fehlt, ist noch nicht erschienen.
Warum stehen dann schon Bedingungen und Preise hier?
Damit Sie Leistungsumfang, Kosten und Vertragsbedingungen vor einer Anfrage vollständig prüfen können. Verbindlich werden sie erst mit einem Vertrag.
Was kostet es?
Es hängt an der Zahl Ihrer Aufträge im Monat, nicht an Ihrem Umsatz. Bis 50 Aufträge kostet die Software nichts, darüber geht es bei 49 € los und reicht in acht Stufen bis 1.990 € — für den ganzen Betrieb, nicht je Produkt, Maschine enthalten. Getrennt abgerechnet wird nur die Unterstützung. Die Zahlen gelten, sobald die Nutzungsbedingungen geprüft sind.
Etwas nicht dabei? Fragen Sie — die Antwort landet danach hier.